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FAQ´s

Häufig gestellte Fragen

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Bin ich während der Hypnose bewusstlos?

Diese Frage wird in Verbindung mit der Therapie sehr häufig gestellt und kann klar mit einem nein beantwortet werden. Die Therapiesitzungen erleben Sie in der Regel sehr bewusst mit. Sie sind mit Ihren Sinnen sogar noch wacher als im Normalzustand. Wäre es nicht so, würde die Therapie nicht wirken. Es gibt verschiedene Trancestufen. Die leichte, die mittlere und die tiefe Trance. Möchten wir Veränderungen des Verhaltens bewirken, sind die beiden ersten Stufen unser Ziel. Dabei sind die Zustände nicht stufenhaft erreichbar, sie fließen ineinander über. In der Hypnose versuchen wir das bewusste Denken abzumildern damit die Informationen entweder in das Unterbewusstsein dringen – oder wie in der analytischen Hypnose angewendet, aus dem Unbewussten des Patienten zum Therapeuten erfolgen. Gerade bei der analytischen Hypnose ist es sehr wichtig direkte Informationen vom Unbewussten zu erhalten. Wären Sie bewusstlos, könnten wir diese wertvolle Arbeit gar nicht vollbringen. Was aber geschehen kann ist, dass der Patient einschläft. Das sollte natürlich verhindert werden, denn im Schlaf findet keine Veränderungsarbeit statt. Durch die Position und das aufmerksame Beobachten und Intervention seitens Therapeuten, wird diese Situation jedoch verhindert.

Kann ich während der Hypnose manipuliert werden ?

Es geistern gerade im Internet leider viele Geschichten über Manipulation durch Hypnose rum. Da Sie wie bereits weiter oben gelesen haben dass Sie nicht bewusstlos sind, würden Sie sofort aus der Hypnose gerissen werden wenn Ihnen eine Botschaft meinerseits zuwider läuft. Wenn Sie zum Beispiel in die Behandlung kommen um abzunehmen, ich Ihnen jedoch während der Hypnose sagen würde, sie mögen doch bitte aus dem Fenster springen, würden Sie sofort die Augen öffnen ,mich ratlos anschauen, die Praxis verlassen und nie wieder kommen. Während der Therapie werden die Worte so gewählt, dass Sie im Patienten keinen Widerstand auslösen. Deshalb stimmt der Therapeut seine Worte mit den Zielen des Patienten überein. In der Hypnose sind die Patienten extrem „hellhörig“ und bekommen alles noch stärker mit, was mit Ihren Zielen nicht „stimmig“ ist.

Aber im Fernsehen habe ich gesehen dass Menschen unter Hypnose verbotenen Sachen machen die sie im Normalzustand niemals machen würden ?

Die Showhypnose ist ganz klar von der therapeutischen Hypnose zu unterscheiden. Ich muss zugeben, es gibt da eine kleine Ausnahme was die Manipulation betrifft. Es gibt eine kleine Gruppe von Menschen die extrem trancefähig sind. Meiner Erfahrung nach macht es aber einen Prozentsatz von ca. 5 % der Menschen aus. Diese 5% können unter der Showhypnose Dinge machen, die sie tatsächlich im Normalzustand nicht machen würden. Ein geübter Showhypnotiseur erkennt diese 5 % und wählt sie bewusst aus. Nun stehen diese Personen zudem im Scheinwerferlicht der Bühne oder der Kameras. Es entsteht eine Erwartungshaltung, es muss etwas geschehen. In der Kombination mit der enorm starken Trancefähigkeit kann man diesen Menschen z.B suggerieren, sie sollen sich wie wilder Hühner etc. verhalten. Diese Gruppe von Menschen sind auch sehr experimentierfreudig und machen auch innerlich solche Sachen mit. Ich denke jedoch nicht dass diese Menschen schwere Gewalttaten begehen würden. Auch hier sind die Grenzen des Machbaren gesetzt und sie würden bei solch einer Aufforderung sicherlich schnell in die Gegenwart katapultiert werden. In der Praxis kommen die Patienten mit einem klaren Ziel in die Behandlung. Die Kameras und das Scheinwerferlicht fehlen. Sie sind nicht unter Druck „ etwas müsse geschehen“. Somit sind die Patienten viel sensibler für das Gesagte und eine Manipulation ist sehr viel unwahrscheinlicher. Ein seriöser Therapeut würde selbstverständlich so etwas schon gar nicht versuchen.

Ist die Hypnose keine reine Symptomenunterdrückung? So nach dem Motto: Du wirst ab jetzt keine Angst mehr haben. Somit wird die Angst zwar gemildert oder ist gar nicht mehr da, aber die Ursache der Angst besteht noch?

Das ist eine sehr gute Frage. In der Hypnose gibt es grundsätzlich zwei Wege mit dem Patienten zu kommunizieren: Die direktive und die permissive. Bei der direktiven werden die Suggestionen direkt ausgesprochen. Wie zum Beispiel: Du wirst in der Situation ab jetzt keine Angst mehr haben. Das funktioniert leider nur bedingt und nicht bei allen Patienten. Bei der permissiven Variante macht der Therapeut Vorschläge. Dabei werden spezielle Sprachmuster benutzt um das Unbewusste derart anzuregen, eigene Lösungen zu finden. Wir stoßen damit einen unbewussten „Denkprozess“ an. Dabei können Methaphern, spezielle Ericksonsche Sprachmuster zur Anwendung kommen. Somit halten wir dem Unterbewusstsein einen Spiegel vor. Somit kann es erkennen was zu dieser Problematik geführt hat und es im Kern lösen. All dies geschieht unbewusst und ist sehr nachhaltig.

Wir setzen damit genau dort an wo das Problem gelöst werden kann. Haben Sie schon mal versucht eine irrationale Angst allein durch den Willen zu lösen? Das gelingt uns oft nicht, weil das Unbewusste einen viel größeren Anteil daran hat und man kommt mit unserem Denken da einfach nicht ran. Wenn es so wäre, müssten wir uns einfach nur wünschen dass ein Problem gelöst sein wird und es würde sich in Luft auflösen. Aber wie wir wissen gelingen viele Sachen uns auch dadurch nicht nur weil wir es wollen. Wir müssen tiefer ansetzen. Als gutes Beispiel kann hier noch das Abnehmen angeführt werden. Viele von uns möchten die Ernährung umstellen, weniger essen, gesünder essen. Aber es gelingt den wenigsten Menschen, dauerhaft Diät zu halten. Warum? Weil wir die Ursache, die wahrscheinlich im Unterbewusstsein liegt, außen vor lassen. Regen wir durch die Hypnose unbewusste Prozesse an, findet das Unbewusste den optimalen Weg ganz von selbst uns von dieser Misere zu befreien. Das funktioniert in der Therapie, beim Abnehmen oder bei der Entwöhnung vom Rauchen gleichermaßen.